46° 52,38′ Nord / 14° 54,1′ Ost

Steinbruch St. Gertraud
Steinbruch St. Gertraud

Der Steinbruch liegt im Frassgraben, ca. 2km nordöstlich der Ortschaft St. Gertraud, Kärnten. Der Steinbruch ist in gebänderten Biotitgneisen angelegt.

Er besteht aus zwei Hälften: einem alten Abbau im Westen und einem neuen Steinbruch im Osten. Beide Hälften sind durch einen stehengelassenen Felssporn getrennt. Der alte Steinbruch mußte wegen Felssturzgefahr für die Bundesstraße L148 stillgelegt werden.

Im Oktober 2002 stürzten aus den steilen Felswänden außerhalb des Steinbruchgeländes etwa 60 - 90m³ Gestein auf die Bundesstraße. Aufgrund dieses Ereignisses wurde die Straße in weiterer Folge auf die gegenüberliegende Grabenseite verlegt. Dennoch blieben Bedenken bezüglich der Gesamtstabilität des Hanges, in dem der Steinbruch angelegt war, bestehen. In meinem Gutachten vom April 2003 konnten diese Unsicherheit aus dem Weg geräumt werden. Die Steilheit des Hanges erlaubte einerseits nur bedingt einen Abbau von der bestehenden Steinbruchsohle aus. Andererseits war das aus Sicherheitsgründen von der zuständigen Behörde verhängte Abbauverbot des Felssporns zwischen altem und neuem Steinbruch stets ein Hindernis für eine geometrisch vernünftige Entwicklung des Steinbruchs.

Durch klärende Gespräche konnte auch dieses Hindernis beseitigt werden. Einer Neuplanung des Steinbruches stand nichts mehr im Wege. Der erste Schritt war eine Neutrassierung der bestehenden, sehr steilen Zufahrtstraße. Da der alte Steinbruch zur Benutzung freigegeben war, konstruierte ich unter Berücksichtigung der Felssturzgefahr im alten Steinbruch eine neue Zufahrtstraße in den Steinbruch. Der kritische Punkt der gesamten Neuplanung war eine Baggerzufahrt auf den höchsten Punkt des Steinbruchs, denn nur von hier kann der Steinbruch geometrisch sinnvoll entwickelt werden.

 

Bilder:

Auftraggeber:
Modre GesmbH (www.modre.at)

Berichte:
Peer, H., 2002: Steinbruch St. Gertraud. Geotechnische Beurteilung der Etagenböschungen. - 13 Seiten, 20 Abb., 8 Tafeln. - Leoben, 3. Mai 2002.
Peer, H., 2003: Steinbruch St. Gertraud. Hangstabilität im Bereich der Steinbrucherweiterung. - 9 Seiten, 5 Abb., 21 Tafeln, 10 Fotos. - Leoben, 2. April 2003.
Peer, H., 2005: Steinbruch St. Gertraud. Bewertung der Standsicherheit der Stützmauer im Bereich der Einbindung der Steinbruchzufahrt in die Landesstraße L148. - 4 Seiten, 5 Fotos, 11 Tafeln, Anhang A bis C (Rechenergebnisse). - Leoben, 15. Dezember 2005.

Georeferenzen:
Steinbruch St. Gertraud (AUT), 46° 52,38′ Nord / 14° 54,1′ Ost → Google Maps
Steinbruch St. Gertraud (AUT) als kmz für Google Earth