47° 9,17′ Nord / 11° 49,57′ Ost

Felssturz in Finkenberg
Felssturz in Finkenberg

In der Nacht zum 21. März 2002 ereignete sich in der nördlichen Schluchtwand des Tuxbaches ein Felssturz. Die neu entstandene Felskante rückte dadurch bis auf 5 m an ein Einfamilienwohnhaus heran.

Die zugezogenen Sachverständigen kamen zu dem Schluß, daß das Wohnhaus trotz der bereits durchgeführten Felsankerungen absturzgefährdet ist. Von der Gemeinde Finkenberg wurde daher die Räumung des Hauses bis zum 1. Jänner 2004 angeordnet.

Laufende Präzisionsmessungen an 10 Meßpunkten ergaben jedoch bis Mitte 2004 keine nachweisbaren Bewegungen im Felsverband (Hochstegenmarmor). Zusätzlich zeigte das eingebaute Extensiometer keine Verformungen an.

Aufgrund dieser Meßergebnisse bezweifelte die Familie die Notwendigkeit einer Hausräumung und beauftragte mich, in Absprache mit der Gemeinde Finkenberg, im Juni 2004 damit, die Stabilität der Felswand erneut zu bewerten.

Nach Aufnahme des Trennflächensystems der Felswand, geologischer Schlußfolgerungen und einiger Stabilitätsberechnungen, kam ich in meinem Gutachten zum Schluß, daß das Wohnhaus nicht absturzgefährdet ist.

Die Familie wohnt auch heute noch unbeschwert in ihrem Haus am Rande der Schlucht.

 

Bilder:

Auftraggeber:
Gemeinde Finkenberg

Gutachten:
Peer, H.: Felssturz Finkenberg. Standsicherheitsuntersuchungen des Wohnhauses der Familie H. C. H., A-6292 Finkenberg. - 14 S., 2 Tafeln (1:100), 13 Fotos, Anhang 1 (Berechnung der Gebirgsfestigen), Anhang 2 bis 4 (Berechnung der Sicherheitsbeiwerte). - Leoben, 25. August 2004.

Georeferenzen:
Felsturz Finkenberg (AUT), 47° 9,17′ Nord / 11° 49,57′ Ost → Google Maps
Felsturz Finkenberg (AUT) als kmz für Google Earth