32° 49,2′ Süd / 69° 59,1′ West

Gipsvorkommen in Argentinien
Gipsvorkommen in Argentinien

Das Gipsvorkommen liegt kurz vor der chilenischen Grenze im Andenpaß Las Cuevas an der Ruta National No. 7, die Mendoza in Argentinien mit Los Andes in Chile verbindet. Die nächste größere Ortschaft auf der argentinischen Seite ist Puente del Inca. Die mächtigen Gipsvorkommen reichen an beiden Talflanken von der Paßhöhe in 2850m Seehöhe bis hinauf in 3450m Seehöhe. Sie wurden im Paßbereich durch kleine Abbaue für den lokalen Verbrauch genutzt.

Die Vorkommen wurden im Auftrag der Firma Knauf (Iphofen, Deutschland) im Jänner 1998 aufgesucht. Aufgabe war es, das Verhalten der Hangschuttdecken bei Anschnitten durch den Bau von notwendigen Zufahrtstraßen zu bewerten. Die Übersichtsbegehungen ergaben, daß ein Straßenbau, der auch als Förderweg für LKW's benutzt werden kann, nur mit steilen und daher aufwendig zu sichernden Böschungen ermöglicht wird. Berücksichtigt man außerdem die Straßenlängen, die für eine ausreichende Abbauhöhe notwendig geworden wären, sowie die Konsequenzen von laufenden Sanierungsarbeiten durch die im Winter mächtige Schneelast, wurde das Projekt des Straßenbaus eingestellt.
Knauf besitzt inzwischen ein Gipsplattenwerk in Mendoza (www.knauf.com.ar), welches den Rohstoff aus den talnahen Vorkommen von Puenta del Inca bezieht.

 

Bilder:

Auftraggeber:
Knauf GesmbH (www.knauf.at)

Bericht:
Peer, H., 1998: Die Gipsvorkommen von Puente del Inca, Argentinien - Geologische Eindrücke. - 9 Seiten, 3 Tafeln, 2 Bände mit Fotointerpretation der Geologie (26 Tafeln). - Leoben, 4. März 1998.

Georeferenzen:
Puente del Inca (ARG), 32° 49,2′ Süd / 69° 59,1′ West → Google Maps
Puente del Inca (ARG) als kmz für Google Earth